Dem MIT gelingt erstmals die Massenproduktion von Geruchsrezeptoren.
Endlich!
Das MIT hat ein Verfahren zur Massenproduktion von Geruchsrezeptoren entwickelt und ist damit auf dem besten Weg zur künstlichen Nase! (www.digg.com)
Vergessen wir doch mal für einen Moment die weltweite Finanzkrise, das herbstliche Schmuddelwetter und das miese TV-Programm - Phänomene, die nebenbei bemerkt in einem direkten Zusammenhang stehen - und erfreuen uns für diesen einen Augenblick an den unzähligen Möglichkeiten, die im Labor gezüchtete riechende Zellen uns eröffnen!
Man stelle sich nur einmal diverse Materialien und Gebrauchsgegenstände vor, die mit den Nasenrezeptoren behaftet werden und uns das Leben so viel angenehmer gestalten könnten: Latexhandschuhe, Baumwollunterwäsche, Aschenbecher, Schuheinlagen, Fieberthermometer, ja vielleicht sogar Tabletten, damit wir endlich wissen, wie unser Organismus von innen riecht.
In einem teuren Restaurant müssen wir uns nicht mehr als Vollidioten outen, wenn wir den guten Rotwein einfach in uns reinschütten ohne vorher stundenlang daran geschwenkt, geschlürft und geschnüffelt zu haben. Nein! Jetzt kann das mit künstlichen Geruchsrezeptoren beschichtete Weinglas diese Aufgabe selbst übernehmen.
Eine völlig neue Form der gesellschaftlichen Gleichheit!
Anstatt uns viehisch über den Teller mit den dampfenden Speisen zu beugen, um den Geruch und somit die Qualität des Gerichtes zu beurteilen, können wir nun lässig elegant mit einer riechfähig gemachten Hand dezent darüber hinweg streichen.
Ein Meilenstein für die alltägliche Anmut!
Doch auch unser Sprachgebrauch wird sich ändern: bisher haben wir unsere sprichwörtliche Nase in etwas reingesteckt, das uns nichts angeht. In Zukunft können wir noch ganz andere Sachen da reinstecken!
Selbst die Wissenschaft wird profitieren. Endlich kann die lang diskutierte Frage beantwortet werden, ob und wenn ja, wie Atome riechen. Unser gesamtes Weltbild könnte in sich zusammen sacken. War der Urknall vielleicht gar kein schöpferischer Zufall oder Geniestreich, sondern nichts weiter als die Flatulenz eines extra-dimensionalen Wesens, das zuviel Bohnen gegessen hat?
Hm. Ich bin jedenfalls sehr gespannt auf die bahnbrechenden Erkenntnisse und Neuerungen, die uns die künstliche Nase bringen wird.
Lies 2 Antworten
Liebe Grammerella,
als Ex-pysikerin musst Du doch wissen, das einzelne Atome nicht nach irgendwas riechen können, bestehen Geruchsaktivestoffe doch aus Molekülen (also einer bestimmten Kombination von Atomen, deren Zusammensetzung einen verfizierbaren Geruch begründet.
Ja, ja ich weiß…Klugscheißer stinken!
Und weil ich Dich gut leiden kann, hier noch ein Rätsel für dich:
“Diser Satz enthält drei Feler!”
Und alle gefunden?
LG
B.I.G. “Bronko” B.
Pfffft! Woher wissen wir denn, dass eine bestimmte Zusammensetzung und Interaktion von Hadronen nicht auch einen spezifischen Geruch verströmt? Ha!